Die Coaching-Website: Was draufmuss, damit Besucher anfragen
Deine Coaching-Website muss nicht schön sein, sondern Anfragen bringen. Hier siehst du Baustein für Baustein, was auf Startseite, Angebot und Über-mich-Seite gehört und welche Fehler Besucher vertreiben.
Warum deine Coaching-Website nur einen Job hat
Viele Coaches bauen ihre Website wie eine Visitenkarte: schönes Foto, ein paar Sätze zur Ausbildung, Kontaktformular ganz unten. Besucher kommen, schauen kurz und gehen wieder.
Dabei hat eine Coaching-Website genau einen Job: aus einem interessierten Besucher eine Anfrage machen. Alles auf der Seite sollte diesem Ziel dienen. Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage, die sich dein Besucher gerade stellt.
Beantwortet deine Coaching-Website diese vier Fragen in dieser Reihenfolge, ist der wichtigste Teil geschafft. Design und Farben kommen danach.
Der Aufbau deiner Coaching-Website: Die Startseite von oben nach unten
Die Startseite ist für die meisten Besucher der erste und oft der einzige Kontakt. So kann sie aufgebaut sein, Block für Block. Die Reihenfolge folgt den vier Fragen von oben.
Eine Überschrift, die sagt, wem du wobei hilfst. Darunter ein Satz zum Weg und ein klarer Button. Beispiel: „Abnehmen ohne Verzicht für berufstätige Mütter. Mit einem Plan, der in deinen Familienalltag passt.“
Drei bis fünf Sätze, in denen sich dein Wunschkunde wiedererkennt: „Du hast schon fünf Diäten probiert und jedes Mal kam das Gewicht zurück?“
Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Zum Beispiel: Erstgespräch, persönlicher Plan, wöchentliche Begleitung. Drei Schritte nehmen die Angst vor dem Unbekannten.
Zwei bis vier echte Kundenstimmen mit Vorname, Ausgangslage und Ergebnis. Mehr dazu weiter unten.
Ein Foto, auf dem man dein Gesicht sieht, und drei Sätze: warum du das machst, was dich qualifiziert, was dich von anderen unterscheidet. Mit Link zur ausführlichen Über-mich-Seite.
Die fünf Fragen, die dir im Erstgespräch immer gestellt werden. Jede beantwortete Frage ist ein Grund weniger, nicht anzufragen.
Noch einmal das Versprechen und derselbe Button wie oben. Wer bis hierhin scrollt, ist interessiert und braucht nur noch eine Einladung.
Die Überschrift lautet „Willkommen auf meiner Website“ oder nur dein Name. Damit verschenkst du den wichtigsten Platz der ganzen Seite. Wer in den ersten Sekunden nicht versteht, ob er richtig ist, ist weg. Wie du deine Zielgruppe so scharf formulierst, dass sie sich sofort angesprochen fühlt, liest du in Nische finden als Online-Coach.
Angebot und Über mich: Die zwei wichtigsten Unterseiten
Neben der Startseite brauchst du am Anfang nur wenige Unterseiten. Die zwei, die am häufigsten angeklickt werden, sind dein Angebot und deine Über-mich-Seite. Für deine Angebotsseite helfen dir unsere Coaching-Konzepte mit Paket-Beispielen und Preisrahmen.
- Für wen ist das Coaching, für wen nicht?
- Was genau bekommt der Kunde? Plan, Check-ins, App, Kontaktzeiten
- Wie lange dauert die Zusammenarbeit?
- Was ist das Ergebnis nach dieser Zeit?
- Wie geht es los? Ein Button zum Erstgespräch
- Deine Geschichte in Bezug auf das Problem deiner Kunden
- Ausbildung und Erfahrung, kurz und ohne Zertifikatsliste
- Deine Haltung: wie du arbeitest und was du nicht machst
- Echte Fotos statt Stockbilder
- Am Ende wieder: der Button zur Anfrage
Ein guter Test für die Über-mich-Seite: Zähl, wie oft „ich“ und wie oft „du“ vorkommt. Deine Geschichte ist nur dann interessant, wenn sie zeigt, dass du das Problem deines Kunden verstehst.
Deine Landing-Page ist schon fertig, bevor du anfängst
Mit Natty Gains veröffentlichst du eine eigene Landing-Page mit Lead-Formular in deinem Branding. Jede Anfrage landet direkt in deinem Dashboard, und aus dem Interessenten wird mit wenigen Klicks ein Kunde in deiner App.
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Ergebnisse und Kundenstimmen: So entsteht Vertrauen
Nichts überzeugt so stark wie ein Mensch, der vor demselben Problem stand und es mit dir gelöst hat. Eine gute Kundenstimme hat dabei immer dieselben drei Teile. So sieht das an einem Beispiel aus:
„Ich hatte nach zwei Kindern keine Zeit mehr für mich und habe ständig zwischendurch genascht.Mit dem Plan und den wöchentlichen Check-ins hatte ich endlich eine Struktur, die in meinen Alltag passt.Nach 12 Wochen passen mir meine alten Jeans wieder, und ich habe abends wieder Energie.“
Damit du solche Stimmen bekommst, frag gezielt danach, statt auf eine spontane Nachricht zu hoffen. Drei Fragen reichen: „Wie ging es dir vor dem Coaching?“, „Was hat dir am meisten geholfen?“ und „Was ist heute anders?“. Hol dir immer die Erlaubnis, die Antwort mit Vorname und Alter zu veröffentlichen. Vorher-Nachher-Fotos nur mit ausdrücklicher Zustimmung.
Noch keine Kunden? Dann zeig, wie du arbeitest: einen Beispielplan, einen typischen Wochenablauf oder Ergebnisse aus einer kostenlosen Testgruppe. Ehrlich gekennzeichnet ist das besser als gar nichts und viel besser als erfundene Stimmen.
Preise zeigen oder nicht?
Diese Frage stellt sich fast jeder Coach. Es gibt keine allgemein richtige Antwort, aber drei Varianten mit klaren Folgen:
| Variante | Vorteil | Nachteil | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Preise offen | Anfragen sind vorqualifiziert, weniger Gespräche ohne Budget | Besucher vergleichen nur den Preis, nicht den Wert | du feste Pakete hast und viele Anfragen bekommst |
| „Ab“-Preis | Orientierung ohne dich festzulegen | Der niedrigste Preis bleibt im Kopf | du mehrere Pakete in unterschiedlicher Intensität anbietest |
| Nur im Erstgespräch | Du kannst den Wert erst erklären, dann den Preis nennen | Manche Besucher fragen gar nicht erst an | dein Angebot sehr individuell ist und du gern Gespräche führst |
Ein guter Mittelweg für viele Coaches: Zeig, was im Coaching enthalten ist und wie lange es dauert, und nenne einen „Ab“-Preis. So weiß der Besucher, in welcher Größenordnung er sich bewegt.
Kontakt, Termin und Lead-Magnet: Der Weg zur Anfrage
Nicht jeder Besucher ist sofort bereit für ein Gespräch. Biete deshalb zwei Wege an: einen direkten für alle, die schon überzeugt sind, und einen sanften für alle, die noch schauen.
Ein Button, der direkt zu deinem Terminkalender oder zu einem kurzen Formular führt. Maximal fünf Felder: Name, E-Mail, Ziel, bisherige Versuche, Wunschtermin.
Ein kostenloser Leitfaden, eine Checkliste oder ein Mini-Kurs gegen die E-Mail-Adresse. So bleibst du in Kontakt, bis der Besucher bereit ist.
Wie du einen Lead-Magneten baust, der wirklich heruntergeladen wird, liest du in Lead-Magnet für Coaches. Und was im Gespräch nach der Anfrage passiert, zeigt dir Das perfekte Erstgespräch.
Eine geschäftliche Website in Deutschland braucht in der Regel ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, beide von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar. Setzt du Tracking oder eingebettete Inhalte ein, kommt meist ein Cookie-Hinweis dazu. Verkaufst du direkt über die Seite, brauchst du außerdem AGB und Widerrufsbelehrung. Das ist keine Rechtsberatung: Nutz einen seriösen Generator oder lass dich beraten.
Mit der eigenen Landing-Page von Natty Gains wählst du eine Vorlage, zum Beispiel für Abnehmen, Muskelaufbau oder Darmgesundheit, und passt sie an dein Angebot an. Füllt ein Interessent das integrierte Lead-Formular aus, entsteht automatisch ein Lead in deinem Dashboard und du bekommst eine Benachrichtigung im Activity-Feed. Im Leads-Management verfolgst du jede Anfrage in einer Pipeline weiter, statt sie in DMs und Mails zu suchen.
Der Website-Check: Wie anfragestark ist deine Coaching-Website?
Öffne deine Website auf dem Handy und hak ab, was schon erfüllt ist. Der Punktwert zeigt dir, wo du stehst und was du als Nächstes angehen solltest.
Hak ab, was deine Website schon erfüllt.
Die häufigsten Fehler auf Coaching-Websites
Jeder dieser Fehler kostet Anfragen, und jeder lässt sich an einem Nachmittag beheben.
Gerade der fünfte Punkt wird oft unterschätzt: Eine Coaching-Website allein bringt selten Besucher. Sie ist das Ziel, nicht der Kanal. Wie du Menschen von Instagram gezielt auf deine Seite führst, zeigt dir Der Instagram-Funnel für Coaches.
Mach den Website-Check oben und nimm dir den Punkt mit dem höchsten Punktwert vor, der noch fehlt. Meist ist es die Überschrift oder der Button im Kopfbereich. Beides änderst du in unter einer Stunde.
Häufige Fragen zur Coaching-Website
Brauche ich als Coach überhaupt eine eigene Website?
Für den Start reicht oft ein Instagram-Profil mit einer guten Landing-Page. Eine eigene Coaching-Website lohnt sich, sobald du über Google gefunden werden willst, mehrere Angebote hast oder unabhängiger von Social-Media-Plattformen werden möchtest.
Wie viele Unterseiten braucht eine Coaching-Website?
Für den Anfang reichen Startseite, Angebot, Über mich, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Weitere Seiten wie ein Blog oder einzelne Angebotsseiten kannst du ergänzen, wenn du sie wirklich brauchst.
Sollte ich meine Preise auf der Website nennen?
Das hängt von deinem Angebot ab. Feste Pakete kannst du offen zeigen, individuelle Betreuung eher mit einem „Ab“-Preis. Wichtig ist, dass Besucher eine Orientierung bekommen und keine Überraschung im Erstgespräch erleben.
Was ist der Unterschied zwischen Website und Landing-Page?
Eine Website zeigt dein gesamtes Business mit mehreren Seiten. Eine Landing-Page hat nur ein Ziel, zum Beispiel eine Anfrage oder einen Download, und lenkt Besucher ohne Ablenkung dorthin. Viele Coaches nutzen beides: die Website als Zuhause und Landing-Pages für einzelne Kampagnen.
Wie bekomme ich Kundenstimmen, wenn ich gerade erst starte?
Betreue einige Testkunden zu einem reduzierten Preis und bitte vorab um ehrliches Feedback. Bis dahin kannst du zeigen, wie du arbeitest, zum Beispiel mit einem Beispielplan oder deinem Ablauf. Erfundene Stimmen solltest du nie verwenden.
Fazit: Klarheit schlägt Design
Eine gute Coaching-Website ist kein Kunstwerk, sondern ein klarer Weg: Sie zeigt in Sekunden, wem du hilfst, erklärt deinen Ablauf, beweist mit echten Stimmen, dass es funktioniert, und lädt mit einem eindeutigen Button zur Anfrage ein. Fang mit Überschrift und Button an, ergänze Stimmen und einen Lead-Magneten und teste deine Coaching-Website immer auf dem Handy.
Lass uns gemeinsam auf deine Kundengewinnung schauen
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